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Editorial

Schadensersatzansprüche mittelbarer Abnehmer eines Kartells

Dr. Volker Soyez, Rechtsanwalt, Brüssel

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 1

Aufsatz

Der Vorübergehende Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen der EU-Kommission in der Wirtschafts- und Finanzkrise, seine Umsetzung in den Mitgliedstaaten und Schlussfolgerungen aus seiner Anwendung

Als Antwort auf die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise seit der zweiten Jahreshälfte 2008 hat die Europäische Kommission die Gemeinschaftsregeln zu staatlichen Beihilfen gelockert, um Banken und Unternehmen den Zugang zu Finanzierungsmitteln zu erleichtern. Dazu hat sie für Unternehmen, also für die sog. Realwirtschaft, den sog. Vorübergehender Gemeinschaftsrahmen erlassen. Die vorübergehend weniger strengen Anforderungen an die Vergabe staatlicher Unterstützung in Form von u. a. Zuschüssen, Bürgschaften und verbilligten Darlehen verlieren am 31. 12. 2011 ihre Anwendbarkeit. Ab 2012 wird wieder das herkömmliche Beihilferegime gelten.

Regierungsdirektor Dr. Andreas Klafki, LL.M. (USA), MEGA (Paris, Potsdam/Berlin)

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 497

Aufsatz

Revisionsgerichtliche Maßstäbe der unionsrechtlichen Kohärenzkontrolle von Beschränkungen der Dienstleistungsfreiheit

Die Europäische Kommission führt seit dem 31. 1. 2008 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen der Anwendung eines Internetvertriebsverbotes auf private Glücksspielanbieter. Trotzdem haben weder BVerwG 8 C 5.10 noch BGH I ZR 92/09 u. a. dem Gerichtshof entsprechende Auslegungsfragen zur Dienstleistungsfreiheit (Art. 56 AEUV) vorgelegt. Der Gerichtshof hat seinerseits in dem Urteil vom 15. 9. 2011 in der österreichischen Rechtssache C-347/09, Dickinger und Ömer (EWS 2011, 528, in diesem Heft) die Kontrollanforderungen an nationale Gerichte für die Rechtfertigung von Beschränkungen der Dienstleistungsfreiheit im Glücksspielbereich mit Bezug auf den Vertriebskanal Internet präzisiert. Nach dieser - revisiblen - unionsrechtlichen Kohärenzkontrolle müssten sich BVerwG 8 C 5.10 und BGH I ZR 92/09 u. a. "vergewissert" haben, ob zumindest die Vorinstanzen, die Tatsachengerichte, tatsächliche Feststellungen getroffen haben, dass den - genau zu diagnostizierenden - Spielsuchtproblemen nur durch ein Internetvertriebsverbot kohärent und systematisch abgeholfen werden kann.

Univ.-Prof. Dr. iur. Christian Koenig, LL.M. (LSE), Bonn

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 508

Aufsatz

Der EuGH zu Art. 3 E-Commerce-Richtlinie - die Entscheidung "eDate Advertising"

Der EuGH hat in seiner Vorabentscheidung vom 25. 10. 2011 - verb. Rs. C-509/09 und C-161/10, eDate Advertising zu heftig umstrittenen Fragen der Auslegung von Art. 3 E-Commerce-Richtlinie (ECRL) Stellung genommen. Er nimmt an, dass Art. 3 Abs. 1 ECRL abweichend von der in Deutschland herrschenden Meinung sowie Art. 3 Abs. 2 ECRL keine Umsetzung in Form einer speziellen Kollisionsregel verlangen. Außerdem hat er entschieden, dass vorbehaltlich der Ausnahmen des Art. 3 Abs. 4 ECRL der Anbieter eines Dienstes des elektronischen Geschäftsverkehrs in seinem Sitzstaat ("Herkunftsland") bei der Anwendung ausländischen Rechts keinen strengeren Anforderungen unterliegt, als sie das im Sitzstaat des Anbieters geltende Sachrecht vorsieht. Diese Thesen sollen im Folgenden kritisch hinterfragt werden.

Professor Dr. Rolf Sack, Mannheim

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 513

Aufsatz

Die niederländische Entstrickungsbesteuerung vor dem EuGH - Die Schlussanträge in der Rs. Grid Indus BV und ihre Auswirkungen auf die deutsche Entstrickungsbesteuerung

In Heft 6/2011 (EWS 2011, 228 ff.) haben die Verfasser eine europarechtliche Würdigung der deutschen Entstrickungsbesteuerung vorgenommen. Die Schlussanträge in der Rechtssache Grid Indus BV, in welcher es um die gemeinschaftsrechtliche Beurteilung der niederländischen Entstrickungsnormen geht, sind Anlass für eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema.

Prof. Dr. Rainer Heurung, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Benjamin Engel, Diplom-Wirtschaftsjurist, Bastian Thiedemann, B.Sc., M.Sc.

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 518

Aufsatz

40. Brüsseler Informationstagung des FIW: "Neuere Entwicklungen des europäischen Wettbewerbsrechts"

Am 18. und 19. 10. 2011 fand die 40. Brüsseler Informationstagung des Forschungsinstituts für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW) statt, die sich mit den neueren Entwicklungen des europäischen Wettbewerbsrechts befasste.

Philipp Heuser, LL.M. (London)

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 525

Von Dr. Bartosz Sujecki, München, advocaat, Amsterdam

Kommentar zu: BGH, Urteil vom 14.09.2011 - XII ZR 168/09

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 527

Rechtsprechung

Zulässigkeit einer Heilung von Mängeln bei Auslandszustellung nach dem HZÜ

BGH, Urteil vom 14.09.2011 - XII ZR 168/09

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 527

Rechtsprechung

Kein Ausschluss der zivilrechtlichen Haftung für Schäden durch letztinstanzliche Entscheidungen nationaler Gerichte bei Verstößen gegen Unionsrecht

EuGH, Urteil vom 24.11.2011 - Rs. C-379/10

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 543

Rechtsprechung

Irreführende Geschäftspraktiken i. S. d. Art. 5 Abs. 4 der Richtlinie 2005/29/EG

Oberster Gerichtshof, Urteil vom 26.08.2011 - (EuGH Rs. C-435/11)

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 544

Rechtsprechung

Vergabe öffentlicher Aufträge nur an Gesellschaften, die Handelstätigkeiten ausüben?

Consiglio di Stato, Urteil vom 30.09.2011 - (EuGH Rs. C-502/11)

Jahr: 2011  // Heft: 12  // Seite: 544

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